Erwählt zu lebendigen Steinen

Unsere ehemalige Pfarrgemeinde St. Marien

Der Patron des Bistums Fulda - der hl. Bonifatius - hier in der Marborner Kirche.

Fast 500 Katholiken (mit Haupt- oder Nebenwohnsitz) zählen zurzeit zu unserer Marborner Gemeinde. Diese schätzt sich glücklich noch einen eigenen Pfarrer zu haben, daneben wohnt ein Diakon im Nebenamt, der im Pastoralverbund seine Aufgaben findet, in der Gemeinde.  Rund 40 erwachsene Ehrenamtliche wirken tatkräftig mit.

Unsere Kirchengemeinde gehört zum Bistum Fulda (Bischof Heinz Josef Algermissen), zum Dekanat Kinzigtal (Dechant Markus Günther) und zum Pastoralverbund Hl. Kreuz - Salmünster- Kinziggrund (Moderator Pfarrer Dr. Michael Müller).

Offiziell nennt sich unsere Kirche nicht "St. Marien", sondern "Unbefleckte Empfängnis". Anscheinend war diese Bezeichnung zum Weihetag der Kirche am 8. Dezember nicht so eingängig, so daß sich im allgemeinen Sprachgebrauch Sankt Marien durchsetzte. Wenn man aber dieses Marienfest der Unbefleckten Empfängnis mit der schönen Formulierung "Mariä Erwählung" bezeichnen würde, dann schiene die wahre Berufung eines jeden Getauften in unserer Pfarrgemeinde auf: Wir sind alle miteinander erwählt lebendige Steine des Hauses Gottes zu sein. Die Gottesmutter Maria ist uns dabei prägendes Vorbild eines christlichen Lebens und Fürsprecherin auf unserem gemeinsamen Weg zu Gott.

Bildausschnitt der Marienstatue am Marienaltar. Sie ist das Werk eines unbekannten Meisters aus der Barockzeit, eine Darstellung der Immaculata, der Unbefleckt Empfangenen. Maria sie blieb vom ersten Augenblick ihres Daseins von den Folgen der Ursünde bewahrt - so das Dogma, das am 8.12.1854 verkündet wurde.

St. Marien in Vergangenheit und Gegenwart

Auch aufgrund der kleinen Größe bildete unsere Kirchengemeinde kirchenjuristisch keine "Pfarrei", sondern eine "Kuratie". Es ist sehr spannend ihre Geschichte vom Anfang bis zur Gegenwart mitzuverfolgen. Von den Anfängen in Salmünster zu den ersten Bemühungen um die Errichtung einer Kapelle in Marborn zur Erbauung des Pfarrhauses und der Abtrennung von Salmünster  und schließlich zur Erbauung der Kirche - das alles war ein weiter Weg, der mit vielen Komplikationen und mit teils gehässigen Streitigkeiten mit Nachbardörfern wie etwa Romsthal verbunden war. Doch die Marborner ließen sich nicht beirren; sie wollten die Unabhängigkeit und ersuchten immer wieder die Bischöfliche Behörde in Fulda. Die jahrzehntelange Beharrlichkeit von vielen hatte 1898, nachdem man vorher im Jahre 1854 schon eine Kapelle erwirkt hatte und 1888 ein eigener Friedhof dazukam, nun mit der Einweihung der neuen Kirche Erfolg. Wir können an dieser Stelle nicht den gesamten und genauen historischen Ablauf schildern, sondern verweisen auf das Standardwerk der Gemeinde, auf die "Pfarrchronik Marborn" verfaßt von Frau Elisabeth Harnischfeger. Diese detailierte Chronik erschien 1998 anläßlich des 100jährigen Jubiläums der Marborner Kirche und beleuchtet die Geschichte der Kirchengemeinde von den Anfängen bis zum Jubiläumsjahr. Sehr empfehlenswert, daher leider vergriffen (aber in vielen Marborner Familien greifbar).

 

Und heute 118 Jahre nach dem Bau der Kirche: Sind die Christen noch so voller Opferbereitschaft und Beharrlichkeit? Wie sieht es heute aus in der Pfarrgemeinde? Nun vieles hat sich verändert, sich gewandelt, ist lockerer und (ver)weltlichter geworden. Wie früher jeden Tag vor der Schule die hl. Messe besuchen oder für die Beichte in langen Schlangen anstehen - heute unvorstellbar. Christsein wird also selbst in einem Dorf wie Marborn heute anders gelebt. Zudem müssen wir sehen, dass unsere Mitglieder immer älter werden. Die Jüngeren haben oft nicht den Bezug zur Kirche oder sie ziehen nach der Schulausbildung fort. Wir als Pfarrgemeinde sind dazu aufgerufen uns dieser Realität, ob wir sie gut finden oder nicht, zu stellen. Wir werden uns leichter tun, wenn wir gemeinsame Angebote sei es im Pastoralverbund (siehe unter Let`s come together ) oder mit den evangelischen Christen zusammen, wahrnehmen. Wenn 420 katholische  mit 300 evangelischen Christen, die es in dem ursprünglich katholischen Marborn heute gibt, zusammen neue Wege gemeinsam beschreiten, könnte Gott umso stärker in der säkularisierten Welt aufscheinen. Mehr über die evangelische Kirchengemeinde in Steinau, zu der Marborns evangelische Christen gehören, übrigens unter www.kirche-steinau.de.

Was wir alleine nicht schaffen, schaffen wir nur zusammen: 

                               Zum Beten anregen. Den Glauben weitergeben.

Haben wir den Mut, den Glauben, den unsere Vorfahren gelebt haben, auch heute als frohe Botschaft, die Menschen stärken und ermutigen möchte, zu verkündigen und durch unser Christsein Zeugnis abzulegen, für ihn, für Jesus, unseren Herrn. Er trägt uns, unsere Pfarrgemeinde, durch die Zeit hinein in die Ewigkeit.

Jesus, der gute Hirte, er ist für uns alle da. Er lädt alle ein, die starken und die schwachen. Die sich verlaufen haben, trägt er wieder voller Liebe heim. Bildauschnitt über dem Eingang der Marborner Kirche.

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